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Sturmtief "Sören"
Der erste Herbststurm, der schon seit einigen Tagen angekündigt war, hat in Glückstadt keine nennenswerten Schäden hinterlassen. In Böen erreichte der Wind dabei, an der Küste, örtlich Orkanstärke 12. An der Wetterstation in Glückstadt wurde gestern um 20:06 Uhr mit 52,4 km/h der höchste Wert gemessen. Diesen doch sehr herbstlichen Anstrich verlieh dem Wetter das Tief "Sören", welches sich aber nun in Richtung Finnland entfernt. Damit flaut auch der Wind am heutigen Sonntag im Tagesverlauf ab, so dass nur noch anfangs an der See und auf den Bergen mit schweren Sturmböen gerechnet werden muss.
 
Vom Fahrzeug-Konzept zum Feuerwehr-Boot

Eigentlich sollte sich der Bauausschuss nur mit dem Fahrzeug-Konzept der Freiwilligen Feuerwehr befassen. Doch dann nahm die Diskussion eine unerwartete Wende - und ein plötzliches Ende.  Als Vorgiff auf Haushaltsberatungen 2010 war der Punkt auf die Tagesordnung gekommen. "Die Verwaltung hält es für Notwendig, das Fahrzeug-Konzept aus dem Jahre 2004 zu aktualisieren", erklärte Fachbereichsleiter Lüder Busch. Hintergrund: Die Feuerwehr hat die Anschaffung eines Mehrzweckfahrzeuges beantragt. Kosten: 65000 Euro. Das Fahrzeug soll nach Auskunft von Wehrführer Ties Tiessen das "vom Rost zerfressene" Einsatzleitfahrzeug ersetzen und für die Jugendfeuerwehr genutzt werden - "um nicht zwei anschaffen zu müssen". Angesichts der Kosten wollte CDU-Stadtverteter Dr. Manfred Lück zunächst einmal wissen, wie es um den städtischen Haushalt bestellt ist. "Das ist schwierig zu sagen", so Bürgermeister Gerhard Blasberg. Die Gewerbesteuereinnahmen seinen "unkalkulierbar". Bei der Einkommenssteuer rechne er mit einem Minus von 300 000 Euro. Blasberg: "Es wird zu einer erheblichen Neuverschuldung kommen. Eine Million Euro ist für das nächste Jahr eine realistische Größe." Das nahmen die Politiker zur Kenntnis - und Dr. Lück hakte bei Wehrführer Tiessen nach: "Uns ist zu Ohren gekommen, dass sie auf Sammeltour für ein neues Boot sind." Er sehe dadurch weitere Kosten auf die Stadt zukommen. "Ich fühle mich in die Ecke gestellt", so Lück. Zumal die Ämter Wilstermarsch und Horst-Herzhorn bereits erklärt hätten, sich nicht zu beteiligen. Bürgermeister Blasberg, der die Politik darüber im nicht-öffentlichen Teil informieren wollte, stellte sich vor seinen Wehrführer. "Wir sind für die Rettung auf dem Wasser zuständig", machte er unmissverständlich deutlich. "Wir sind jetzt bei Null und können in Ruhe in die Diskussion einsteigen." "Ich freue mich, dass der kleine Schuss, den ich losgelassen habe, zu einer Diskussion führt", sagte Lück. Damit war die Debatte auch schon wieder vorbei. Busch drängte auf das Fahrzeug-Konzept: "Wir führen hier eine Diskussion ohne nähere Information - und das finde ich nicht gut." Das Thema wird in einer der nächsten Sitzungen wieder aufgegriffen.
Nordeutsche Rundschau vom 01.10.09

 

 
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